Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) - Fiberlytix

1. Gegenstand und Geltungsbereich

Diese AGB regeln das Vertragsverhältnis zwischen MUSTPI SARL (EURL), einer französischen Einpersonengesellschaft mit beschränkter Haftung mit einem Stammkapital von 1 000,00 €, registriert unter der SIRET-Nummer 920 560 166 00018, Handelsregister Narbonne, USt-IdNr. FR09920560166, mit Sitz in 31 rue du Limousin, 11100 Narbonne, Frankreich, Betreiberin des Dienstes Fiberlytix (nachfolgend „Auftragnehmer“), und seinen Geschäftskunden (nachfolgend „Auftraggeber“) für die Verarbeitung von OTDR-Messdaten (Glasfaser-Reflektometrie).

Diese AGB gelten ausschließlich für Verträge zwischen Unternehmern (B2B). Verträge mit Verbrauchern (B2C) sind ausgeschlossen.

2. Vertragsschluss und Bestellungen

Der Vertrag kommt mit der Übermittlung der Messdaten (Format .sor) über die Plattform fiberlytix.eu oder einen anderen vereinbarten Übertragungsweg zustande. Mit der Erteilung des Auftrags erkennt der Auftraggeber diese AGB ausdrücklich an. Abweichende Bedingungen des Auftraggebers finden keine Anwendung.

3. Preise und Rechnungsstellung

Es gelten die folgenden Tarife:

  • Dossier Direktverbindungen: 25 € netto pro Dossier.
  • Dossier Schleifenverbindungen: 45 € netto pro Dossier.
  • Sonstige Projekte: Gemäß individuellem Angebot. Der Auftragnehmer behält sich Preisänderungen vor, die dem Auftraggeber mit einer Frist von 30 Tagen mitgeteilt werden. Bereits erteilte Aufträge bleiben von Preisänderungen unberührt.
  • Nachbearbeitung: Eine Nachbearbeitung ist pro Auftrag inklusive. Jede weitere Nachbearbeitung wird mit 10 € netto (Direktverbindungen) bzw. 15 € netto (Schleifenverbindungen) berechnet.

4. Lieferfristen und Service Level Agreement (SLA)

Der Auftragnehmer verpflichtet sich zur Lieferung der verarbeiteten Messdaten (Excel/PDF) innerhalb von 48 Geschäftsstunden (Montag bis Freitag, 09:00 - 18:00 Uhr MEZ). Samstage, Sonntage sowie der 1. Januar und der 25. Dezember gelten nicht als Geschäftsstunden.

Die Frist beginnt mit dem Erhalt vollständiger und technisch einwandfreier Daten.

5. Revision und Abnahme

Mängel an der erbrachten Leistung sind dem Auftragnehmer unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, Korrekturen innerhalb von 2 Geschäftsstunden nach Erhalt der detaillierten Mängelanzeige vorzunehmen.

Erfolgt innerhalb von 5 Werktagen nach Lieferung keine Beanstandung, gilt die Leistung als abgenommen (fiktive Abnahme nach § 640 BGB analog).

6. Zahlungsbedingungen

Die Rechnungsstellung erfolgt mit Lieferung der Dossiers. Die Zahlung erfolgt ausschließlich per Banküberweisung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsdatum. Eine Online-Zahlung auf der Website wird nicht angeboten.

Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) sowie eine Pauschale für Mahnkosten erhoben.

7. Innergemeinschaftliche Leistungen (Reverse Charge)

Bei Auftraggebern mit Sitz in Deutschland und gültiger USt-IdNr. erfolgt die Rechnungsstellung netto ohne Umsatzsteuer. Die Steuerschuld geht auf den Auftraggeber über (Reverse-Charge-Verfahren gemäß Art. 196 MwSt-Systemrichtlinie). Der Auftraggeber ist für die Anmeldung und Abführung der Umsatzsteuer in Deutschland selbst verantwortlich.

8. Haftung

Der Auftragnehmer haftet für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit unbeschränkt. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), wobei die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt ist.

Die Haftung ist der Höhe nach auf den Netto-Auftragswert der beanstandeten Leistung begrenzt. Der Auftragnehmer haftet nicht für fehlerhafte Messergebnisse, die auf falschen Feldparametern oder unsachgemäßen Messungen durch das Personal des Auftraggebers beruhen.

9. Dateneigentum und Vertraulichkeit

Der Auftraggeber bleibt alleiniger Eigentümer der Rohdaten und Analyseergebnisse. Der Auftragnehmer verarbeitet diese Daten ausschließlich zum Zweck der Vertragserfüllung unter Einhaltung der DS-GVO und des beigefügten Auftragsverarbeitungsvertrages (AVV/DPA).

10. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Republik Frankreich unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist Narbonne, Frankreich.